Tierpräparator des Naturkundemuseums erläutert sein Handwerk

Einen Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen des
Naturkurkundemuseums Potsdam erhalten Besucherinnen und Besucher am 5.
Juni, um 11 Uhr, in der Thematischen Sonntagsführung „Haltbar für die
Ewigkeit – wie Tierpräparate entstehen“. Christian Blumenstein, der
Präparator im Naturkundemuseum Potsdam, erklärt, wie ein Präparat
entsteht und führt anschließend zu ausgewählten Objekten in den
Ausstellungen. „Ausstopfen gibt es schon lange nicht mehr“, betont der
Präparator.

Die Attraktivität von Ausstellungen in Naturkundemuseen hängt
wesentlich von der Qualität der gezeigten Präparate ab. „Gute
Präparation ist zunächst einmal gute Handwerkskunst des Konservierens
vor dem Hintergrund biologischen Fachwissens. Wenn die Interpretation
des gelebten Lebens, als Illusion des Lebens, technisch und fachlich in
höchster Qualität und kreativ umgesetzt wird, kann man durchaus von
einem Kunstwerk sprechen“ sagt Blumenstein über seine Arbeit. Am
Sonntag erklärt er Besucherinnen und Besuchern sein Handwerk und stellt
die verschiedenen Methoden und die Geschichte der Tierpräparation
anschaulich vor. Von ihm erfährt man im Vortragsraum des Museums, wie
eine biologische Präparation aussieht. Präsentiert werden auch
verschiedene Materialien, wie Glasaugen, künstliche Körper, gegerbte
Felle, Schädel sowie Werkzeuge, die bei der Arbeit von Präparatoren
eingesetzt werden.

Mit seiner Hausspitzmauskarawane, einer Plastination mit Wachs, gewann
Christian Blumenstein bereits einen Weltmeistertitel. Zurzeit sind die
Spitzmäuse und weitere Potsdamer Präparate in einer Sonderausstellung im
Berliner Museum für Naturkunde zu sehen. Vom Kleinsäuger bis zur Krabbe
befinden sich viele Präparate im Naturkundemuseum Potsdam, die von
Christian Blumenstein mit dieser Plastinationstechnik lebensecht
aufgestellt wurden. Seit 1985 arbeitet er am Naturkundemuseum Potsdam
und fertigte seitdem einige Tausend Präparate an.

Der Teilnahmebeitrag für die Thematische Sonntagsführung beträgt 6 Euro
und enthält den Museumseintritt. Kinder bezahlen nur den regulären
Museumseintritt. Das Naturkundemuseum Potsdam in der Breiten Straße 13
ist mit dem Bus 606 (Haltestelle Naturkundemuseum) gut erreichbar.
Interessierte, gern auch Gruppen, können sich im Naturkundemuseum
Potsdam unter der Telefonnummer 0331 289 67 07 anmelden.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: