Scharf: Unsere Gedanken sind in Niederbayern

Solidarität, Soforthilfe, Schadensbeseitigung

Die Hochwasser in Niederbayern und Mittelfranken haben Schäden in noch nicht feststehender Höhe verursacht. Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Dazu betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in München: „Ich empfinde tiefe Trauer mit den Angehörigen der Todesopfer. Mein Mitgefühl gilt auch den vielen Menschen, die in den Fluten alles verloren haben. Wir denken auch an die Menschen in Mittelfranken, die ebenfalls von einem schlimmen Hochwasser getroffen wurden. Was mich sehr beeindruckt, ist die außergewöhnliche Solidarität der Menschen untereinander. Bayern steht zusammen. Ich danke den Rettungskräften und den ehrenamtlichen und freiwilligen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz.“ Jetzt gehe es darum, die erforderlichen Maßnahmen für die Menschen in der Region zu ergreifen. Im Mittelpunkt stehen dabei die finanziellen Soforthilfen für die Bürger, die häufig alles verloren haben. Die Soforthilfen werden bereits unbürokratisch ausgezahlt. Aber auch der Wiederaufbau der Infrastruktur sowie der beeinträchtigten Anlagen für den Hochwasserschutz wird umgehend angepackt. „Wir lassen die Region nicht allein. Die Wasserwirtschaft hat bereits damit begonnen, die Schäden an der Sicherheits-Infrastruktur schnellstmöglich zu beseitigen“, so Scharf. Aktuell wird vor Ort erfasst, welche Schäden an den Hochwasser-Anlagen des Freistaats entstanden sind. Wo es möglich ist, laufen die Reparaturarbeiten oder wurden bereits abgeschlossen, wie beispielsweise am Rücklaufdeich der Simbach am Zufluss in den Inn.

Als weitere wichtige große Maßnahme zur Schadensbeseitigung wird heute zur Entlastung des überschwemmten Bereichs bei Simbach der Hochwasserschutzdeich zum Inn geöffnet. Damit kann die überschwemmte Fläche innerhalb von rund 10 Stunden leer laufen. Anschließend wird der Deich wieder verschlossen. Die Maßnahmen dienen auch der schnellen Wiederherstellung der örtlichen Trinkwasserversorgung. Eine zügige Entleerung der Fläche nur über Pumpwerke und fliegende Pumpen ist wegen der Wassermenge und häufiger Stromunterbrechungen nicht möglich.

Aktueller Auslöser der Hochwasserkatastrophen waren extreme Starkregen-Ereignisse auf engstem Raum. Besonders kleine Gewässer waren betroffen. Die Hochwasserwellen lagen in vielen Bereichen weit über hundertjährlichen Ereignissen. Am Simbach wird von einem tausendjährlichen Hochwasser ausgegangen. Scharf: „Hier zeigen sich ein weiteres Mal die gravierenden Folgen des Klimawandels. Wir werden die Ereignisse genau analysieren, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wir wollen Bayern klimafest machen. In einem ersten Schritt schreiben wir jetzt die Bayerische Klima-Anpassungsstrategie fort. Zentraler Baustein ist der weitere Ausbau des Hochwasserschutzes in den Regionen.“ Um den Hochwasserschutz bayernweit voranzutreiben, investiert der Freistaat bis 2020 rund 3,4 Milliarden Euro.

Umweltministerin Ulrike Scharf hat gestern Vormittag und Nachmittag die Katastrophenregion besucht, um sich ein unmittelbares Bild von den Schäden zu machen und mit Betroffenen zu sprechen. Bereits Anfang der Woche hat die Ministerin die Region Ansbach besucht, die ebenfalls von schweren Starkniederschlägen und Überschwemmungen betroffen ist. Auch hier gibt es große Schäden.

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