Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit am Hasso-Plattner-Institut

Klaus Vitt, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern:

  • Zu den von Innenminister de Maizière angekündigten mobilen Cyber-Eingreiftruppen: „Wir können natürlich mit dem BSI nicht jedes Unternehmen unterstützen, dafür werden wir gar nicht die Kapazitäten haben. Im Vordergrund stehen erstmal staatliche Einrichtungen und in ausgewählten Fällen auch Betreiber kritischer Infrastrukturen.“

Dr. Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz

  • „Ist die Cyberwelt die Achillesferse westlicher Nationen? Ich fürchte ja.“
  • „Aus Sicht des Verfassungsschutzes sehen wir mit großer Sorge nachrichtendienstliche Cyberangriffe. Weil diese nachrichtendienstlichen Cyberangriffe in der Lage sind, Einfluss zu nehmen auf unsere Politik in Deutschland – Stichwort Desinformationskampagnen – gefährlich sind mit Blick auf Sabotage – Stichwort Cyberangriffe auf SCADA-Systeme von kritischen Infrastrukturen – aber auch die Gefahr besteht von Spionageaktivitäten, die in der Realwelt so nicht durchgeführt werden könnten.“
    „Da sehen wir in den letzten zehn Jahren eine deutliche Zunahme nachrichtendienstlicher Cyberaktivitäten, die uns gefährden und wo wir als Verfassungsschutz wirklich sehr aufmerksam hinschauen.“
  • „Ein paar wenige aber fähige Hacker können erreichen, wozu man vielleicht früher eine Hundertschaft von Spionen brauchte.“

Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik

  • Zum IT-Sicherheitsgesetz: „Was wir erkennen ist, dass die Wirtschaft sich sehr intensiv darauf vorbereitet. zum Beispiel denken sie daran, Mindeststandards einzuführen…“
  • „Es ist halt nun mal so, dass man nicht auf einen Knopf drücken kann und sagen kann, jetzt habe ich das Thema Cybersicherheit erreicht, sondern es ist ein kontinuierlicher Prozess. Es ist wirklich ein Rennen wie zwischen Hase und Igel.“

Peter Henzler, Vize-Präsident Bundeskriminalamt:

  • Mit Blick auf das Lagegeschehen, die polizeiliche Kriminalstatistik: „Diese erfasst für das Jahr 2015 etwa 50.000 Fälle von Cybercrime im engeren Sinne. Das sind Fälle des Aufspielens von Daten, des Veränderns von Daten, der Datensabotage.“ „Daneben gibt es schätzungsweise 250.000 Straftaten, die mittels Internet begangen werden, also der ganz gemeine Betrug, wenn ich ihn einmal so bezeichnen darf…“ „Die polizeilichen Statistiken geben aber nur einen kleinen Teil der Wirklichkeit wieder – das Dunkelfeld, wie es genannt wird, ist immens.“

HPI-Direktor und Gastgeber Prof. Christoph Meinel:

  • „Wir wollen aufklären. Wir müssen die Menschen dazu in die Lage versetzen, sinnvoll mit der Technik umzugehen, um das Sicherheitsniveau für alle zu heben.“
  • „Wir möchten mit der Cybersicherheits-Konferenz dazu beitragen, die aktuelle Gefährdung ins allgemeine Bewusstsein zu rücken. Weder der Wirtschaftsstandort Deutschland noch individuelle Nutzer können es sich leisten, diese Bedrohung nicht ernst zu nehmen. Die digitale Transformation macht Cybersicherheit zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema.“

Die Konferenz informiert über die aktuelle Gefahrenlage und diskutiert mögliche Schutz- und Abwehrmaßnahmen. Wie kann sich die Gesellschaft gegen Angriffe von Hackern, Terroristen, Spionen und Kriminellen verteidigen und wie kann sie sich bestmöglich vorbereiten?

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