Moscheen in Mitteldeutschland – Gelebter Glaube oder symbolischer Landgewinn?

Gehören Moscheen künftig zum Ortsbild und was können Entscheidungsträger in Ostdeutschland von ihren Kollegen im Westen lernen – darum geht es bei „Fakt ist …! Aus Erfurt“ am Montag, 6. Juni, 22.05 Uhr im MDR FERNSEHEN.

 

„Wir wollen keine Hinterhof-Moschee. Wir wollen die Vielfalt des Islam zeigen, nach außen als Muslime auftreten, und dazu gehört eben auch eine Moschee.“ Selbstbewusst vertritt der Bundesvorsitzende der Ahmadiyya-Gemeinden Abdullah Uwe Wagishauser den Anspruch, in Erfurt-Marbach eine neue Moschee zu errichten.

 

„Keine Moschee in Deutschland ist je ohne lokalen Konflikt gebaut worden“, analysiert der Kulturgeograph Dr. Thomas Schmitt von der Universität Erlangen. Für den Vorsitzenden der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag Björn Höcke stehen Moscheen symbolisch für den Anspruch des Islam, in Gesellschaft und Politik Fuß zu fassen. Höcke will mit einem „ganzen Maßnahmenpaket“ gegen den Moscheeneubau in Erfurt angehen. Darin sieht Kulturgeograph Schmitt die neue Qualität: Lokale Moschee-Gegner erhielten Unterstützung von antiislamischen Wahlkämpfern.

 

Professorin Susanne Schröter, Islamexpertin und Direktorin des „Frankfurter Forschungszentrums globaler Islam“, plädiert an Politiker, liberale und humanistische Muslime stärker zu fördern, damit sich ein aufgeklärter deutscher Islam entwickeln kann.

 

Die Sendung moderieren Dr. Andreas Menzel und Lars Sänger. Zuschauer können im Vorfeld und während der Sendung ihre Meinungen zum Thema im Live-Chat unter mdr.de/fakt-istmitteilen.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: