MDR-Koproduktion „Die Weite suchen“ gewinnt Preis bei Filmfest Dresden

Der animierte Dokumentarfilm von Falk Schuster wurde beim diesjährigen Dresdner Festival mit dem nationalen Filmförderpreis der Kunstministerin ausgezeichnet.

 

„Durch seine virtuose graphische Präzision und Reduzierung auf das Wesentliche gelingt dem jungen Filmemacher ein kleines aber feines ästhetisches Meisterwerk, das gleichzeitig den Zuschauer in seiner 4motorigen Zeitmaschine bald 30 Jahre zurückversetzt“, begründete die Jury ihre Entscheidung.

 

Falk Schuster verknüpft in seinem animierten Dokumentarfilm „Die Weite suchen“ persönliche Kindheitserlebnisse aus dem Sommer 1987 mit den allgemeinen Kuriositäten des DDR-Urlaubsalltags. Den halbstündigen Film stellte der Künstler aus Halle im aufwendigen Rotoskopie-Verfahren her. Jede Einstellung wurde mit Statisten gedreht und anschließend Bild für Bild nachgezeichnet. Entstanden ist ein Roadtrip der besonderen Art, der Familie Schusters Suche nach der Weite im Urlaubsort Klütz nachempfindet und dabei auch Einheimische und ehemalige Grenzer zu Wort kommen lässt. Der biografische Animationsfilm feierte beim DOK Filmfestival 2015 in Leipzig Premiere. Neben der Auszeichnung beim Filmfest Dresden erhielt er auch den Publikumspreis des Kurzfilmfestivals „Kurzsüchtig“ sowie den zweiten Preis bei den Grenzland-Filmtagen in Selb. Zudem wurde der Film mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ bedacht.

 

Das Filmfest Dresden gehört zu den wichtigsten Kurzfilmfestivals in Deutschland. Der MDR stiftete auch in diesem Jahr den mit 4.000 Euro dotierten Publikumspreis im nationalen Wettbewerb. Der „Goldene Reiter“ in dieser Kategorie ging an Johannes Kürschner und Franz Müller für ihren Comedy-Kurzfilm „Simply the Worst“. Die Auszeichnung überreichte Sandro Viroli, der Direktor des MDR-Landesfunkhauses in Dresden.

 

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