LKW-Fahrer setzt auf Bahnübergang zurück: Lokführer leitet Schnellbremsung ein

Geisingen (Ldkr. Tuttlingen) (ots) – Gestern um 15:30 Uhr wollte der Fahrer einer Sattelzugmaschine mit Auflieger den Bahnübergang in Gutmadingen (Ortsteil der Stadt Geisingen im Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg) überqueren (Bahnstrecke 4250/ Donaueschingen – Singen).

Nach bisherigen Erkenntnissen setzte der 31-jährige LKW-Fahrer dann jedoch noch auf dem Bahnübergang wieder zurück. Währenddessen zeigte die Lichtzeichenanlage des Bahnübergangs aber Rotlicht und die Halbschranken schlossen sich. Eine der Halbschranken kam auf dem Auflieger des Sattelzuges zum Liegen.

Der Triebfahrzeugführer des nun herannahenden RE 4724 (Konstanz – Karlsruhe Hbf) leitete bei Erkennen der Gefahr sofort eine Schnellbremsung ein und konnte eine Kollision verhindern. Es gab nach derzeitigem Kenntnisstand keine Verletzten im Zug oder erkennbaren Beschädigungen an der Bahnanlage bzw. dem LKW.

Die Bundespolizei weist noch einmal darauf hin, dass ein Bahnübergang grundsätzlich nur befahren werden darf, wenn er rasch wieder geräumt werden kann. Besonders gefährlich sind Wendemanöver oder ein Zurücksetzen auf dem Übergang.

Der LKW-Fahrer muss mit einer Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr rechnen. Auch er blieb unverletzt.

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