Innovative Audiovisuelle Inhalte: Das Medienboard fördert 11 Projekte

Von den goldenen Zwanzigern bis zur Berliner Clubszene der Zukunft von Kinderapp bis Virtual Reality

Berlin/Potsdam –  Mit 580.000 Euro fördert das Medienboard 11 Projekte im Bereich Innovative Audiovisuelle Inhalte. Insgesamt waren 34 Anträge mit einer Gesamtantragssumme von 1,9 Mio. Euro eingegangen.

Helge Jürgens, Geschäftsführer Standortentwicklung Medienboard Berlin-Brandenburg: „Die Bandbreite der Einreichungen dieser Förderrunde war fantastisch – von Inhalt über Ästhetik bis hin zu den eingesetzten Technologien – und zeigt das enorme kreative Potenzial des Digitalstandorts Berlin-Brandenburg. Wir freuen uns ganz besonders, dass in dieser Förderrunde in gleich mehreren Projekten Berlin die ‚Hauptrolle‘ spielt. Sowohl das historische Berlin der zwanziger Jahre als auch das einer fiktiven Zukunftsvision in der Berliner Clubszene.“

Die Projekte im Einzelnen:

Games
Erst im April hatten die Entwickler von Maschinen-Mensch ihren Förderscheck für „The Curious Expedition“ während der International Games Week Berlin zurückgegeben. Mit„The Curious Case“ (80.000 Euro für Produktion) fördert das Medienboard nun ihr neues Spiel, welches das Berlin der zwanziger Jahre als Setting wählt. In den prozedural generierten Kriminalgeschichten, einer Art modularen Erzählweise, deckt der Spieler in der Rolle des Kommissars ein verborgenes Netz aus Intrigen und Verbrechen auf. Das Action-Strategiespiel „All Walls Must Fall“ von Inbetweengames (70.000 Euro für Produktion) vereint im Stil von „Tech-Noir“ Science Fiction, Street Art und Cold War. Der Spieler steuert in einem geteilten Berlin des Jahres 2089 zeitreisende Geheimagenten, um eine nukleare Katastrophe zu verhindern. Das Stealth-Game „El Hijo“ von Honig Studios (65.000 Euro für Produktion) ist eine Mischung aus Italo-Western und „Coming-of-Age“-Geschichte. Der Spieler führt den sechsjährigen Jungen El Hijo durch eine gefährliche Reise im wilden Westen, mit der Mission, dessen Vater zu finden.

Kinderapps
In der Kinder-App „Banddings“ für Kinder ab zwei Jahre von doDings (40.000 Euro für Entwicklung und Produktion) geht das Walross Rose auf eine Reise. Dabei trifft es die verrücktesten Musiker, die es im Laufe des Spiels zu einer außergewöhnlichen Band versammelt. Die Game-App „Schatzaffen“ der Spielfuchs Edutainment von Johanna Jacob (40.000 Euro für Produktion) bietet für Kinder ab zehn Jahre eine spannende Schatzsuche quer durch die fiktive „Kokos-Karibik“. Während der Suche werden spielerisch die Grundlagen der Geometrie vermittelt.

Adventure, Augmented Reality, Local Multiplayer
Das Berliner Computerspielemuseum werden die derzeit jährlich rund 100.000 Besucher in Zukunft auch spielend erkunden können. „Die Legende von der goldenen Konsole“von Gameshouse (50.000 Euro für Entwicklung und Produktion) verbindet die Exponate mit einem mobilen Spiel im Adventure-Stil, das von Gruppen kooperativ im Museum gespielt wird. „Operation X – Ein GPS-Agentenspiel“ von Life Action Games (25.000 Euro für Produktion) ist ebenfalls ein Spiel für Gruppen, welches reale Orte einbezieht. Das Outdoor-Adventure kombiniert GPS-Geocaching, Live-Escape-Game und Augmented-Reality-Technologie zu einem in Echtzeit erlebbaren Agententhriller.

Multiplattform und Virtual Reality
Für das Multiplattform-Projekt „Videostar Rebellion“ der UFA (50.000 Euro für Entwicklung und Produktion) reist Rayk Anders nach Saudi-Arabien, Ägypten und Syrien, um der Frage nachzugehen, wie YouTuber dort Online-Videos nutzen, um ihren Wunsch nach Demokratie und Freiheit auszuleben. Das Projekt verbindet TV-Doku und interaktiven Online-Teil. Im Vorfeld des Bauhaus-Jubiläumsjahres 2019 fördert das Medienboard ein weiteres Multiplattform-Projekt, „Bauhaus Spirit“, von Filmtank (50.000 Euro für Entwicklung und Produktion). Es besteht aus Kinodokumentation, TV-Serie, interaktiver Webserie, Minecraft-Wettbewerb zur Gropiusstadt und einer VR-Experience und möchte den Grundgedanken der Bauhaus-Bewegung – durch Architektur, Design und Kunst die Wirklichkeit besser zu gestalten – wieder aufleben lassen. In der VR-Experience „Face of a Place“ von reallifefilm international (60.000 Euro für Produktion) kann sich der Zuschauer in einer virtuellen Zeitreise zu historisch bedeutenden Orten bewegen und verschiedene Panoramen erleben. Das Berlin-Feature zum Reichstag besteht aus fotorealistischen 360°-Bilderwelten – einer Collage aus 3D-Scans, Fotos, Filmen und Tönen. In dem Virtual-Reality-360°-Kurzfilm mit Kung-Fu-Elementen, „Walhalla“, von Hauptfilm Produktion (50.000 Euro für Entwicklung und Produktion) erwacht YouTuber Flying Uwe in einer rätselhaften Welt, in der er immer wieder Martial-Art-Kämpfe bestreiten muss.

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