ILA Aktuell – 3. Juni 2016

Aufgrund der gestiegenen Temperaturen empfehlen die ILA-Veranstalter den Besuchern, Kopfbedeckungen, Sonnenbrille und Sonnencreme mitzunehmen sowie ausreichend Wasser zu trinken.

Die Tageskarte am Publikums-Samstag (10 bis 18 Uhr) kostet 22 Euro, ermäßigte Karten 14 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Die Veranstalter empfehlen darüber hinaus, bei der Anfahrt zum ILA-Gelände die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Die Besucher können die kostenlosen Shuttlebusse ab Bahnhof Schönefeld, U-Bahnhof Rudow und S-Bahnhof Schichauweg auch dann nutzen, wenn sie noch nicht in Besitz einer ILA-Eintrittskarte sind.

 

 

Airbus Defence and Space mischt auf dem Mond mit

Die Raumfahrt- und Militärsparte von Airbus landet möglicherweise bald auf dem Mond. Sie vereinbarte eine Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und ihrem russischen Gegenstück Roscosmos zur Entwicklung eines Gerätes, das präzisere Landungen auf dem Mond ermöglicht. Das teilte Francois Auque, Executive Vice President Space Systems, auf der ILA 2016 mit. Die Zusammenarbeit sei Bestandteil einer Vision namens „Moon Village“ (Mond-Dorf), die ESA-Generaldirektor Jan Wörner vor einigen Monaten entwickelt hatte. Es sei eine Möglichkeit eines internationalen Weltraumprojekts in der Nachfolge der Internationalen Raumstation ISS. Auque sagte, wie Moon Village am Ende aussehe, sei noch nicht so wichtig. Wichtig sei, dass die Menschen den Ehrgeiz und die Visionen hätten, solche Projekte in Angriff zu nehmen. Auch ein zweites Kooperationsprojekt von Airbus Defence and Space beschäftigt sich mit dem Erdtrabanten. Der Konzern will das US-Unternehmen Astrobotics bei der Entwicklung der Architektur und beim Design eines Mondlandegerätes unterstützen. Astrobotics plant mit einem eigenen Landegerät Nutzlast auf den Mond zu transportieren. Es ist bereits möglich, für kleine Dinge Platz in „Moon Mail“-Containern für Kosten zwischen 460 und 25.800 US-Dollar zu reservieren. Halle 2, Stand 303, Kontakt: Ralph Heinrich, T: +49 (0)89 31799797,

M: ralph.heinrich@airbus.com

 

Lufthansa: „Siegerflieger“ und „Leiserflieger“ zum ILA-Ausklang

Am Publikumssamstag wird Lufthansa mit gleich zwei Flugzeugen auf der ILA zu Gast sein und über nachhaltige Mobilität informieren. Um 9.10 Uhr wird der weltweit erste Airbus A320neo auf dem ILA-Gelände in Berlin landen, gefolgt von der Boeing 747-8 – besser bekannt als Fanhansa „Siegerflieger“. Der Siegerflieger brachte 2014 die deutsche Fußballnationalelf als Weltmeister von Rio nach Berlin. Die Messebesucher können auf der ILA im „Siegerflieger“ sehen, wo „Schweini“, „Poldi“ und „Jogi“ mit dem Pokal gesessen haben. Den weltweit ersten „Leiserflieger“ A320neo hat die Lufthansa Anfang 2016 übernommen. Dies wird auch im Flugprogramm am Samstag zu hören – besser gesagt: nicht zu hören sein. Aufgrund der neuen Triebwerkstechnologie ist die 85-Dezibel-Lärmkontur einer startenden A320neo um etwa 50 Prozent kleiner als die vergleichbare Kontur des Vorgängermodells. Die Lufthansa Group tätigt aktuell das größte Investitionsprogramm in der Unternehmensgeschichte und setzt dabei auf hocheffiziente und leise Flugzeuge. Bis zum Jahr 2025 erhält die Lufthansa Group 251 Flugzeuge der neuesten Generation zu einem Listenpreis von rund 40 Milliarden Euro. Alleine in diesem Jahr sollen insgesamt 52 fabrikneue Flugzeuge an den Lufthansa-Konzern ausgeliefert werden.

Freigelände, Kontakt: Anja Lindenstein, T: +49 (0)69 696 33776,

M: anja.lindenstein@dhl.de

 

Heinrich Hertz – Satellitenkommunikation startet in eine neue Ära

Ein Merkmal unserer modernen Gesellschaft ist die ständige Erreichbarkeit und ein unstillbares Bedürfnis nach aktuellen Informationen. Durch das Internet, Mails oder SMS sind wir über Mobiltelefon, Tablet-PC oder Notebook immer und überall erreichbar. Die Folge ist ein unvorstellbar großer Datenfluss rund um den Globus, der jeden Tag größer wird. Neu entwickelte Technologien für Kommunikationssatelliten loten die Grenzen von Mobilität und Erreichbarkeit aus. In rund 20 Experimenten zu Kommunikations-, Antennen- und Satellitentechnik wird die Testplattform Heinrich Hertz innovative Technologien den extremen Belastungen des Weltraums aussetzen, wie starker Strahlung, enormen Temperaturschwankungen und Schwerelosigkeit. Diese sogenannte In-Orbit-Verifikation minimiert das Ausfallrisiko, das auf dem Erdboden nicht simuliert werden kann. Der Satellit ist im Space Pavilion (Halle 4) zu sehen. Die Mission wird vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) durchgeführt.

Halle 4, Space Pavilion, Kontakt: Andreas Schütz, T: +49 (0)2203 601 2474,

M: andreas.schuetz@dlr.de

 

Auch Boeing kämpft um Hubschrauber-Auftrag der Bundeswehr

Nach Sikorsky hat auch der zweite Bewerber für die Nachfolge des CH-53G-Schwerlast-Transporthubschraubers der Bundeswehr die ILA genutzt, um sich zu präsentieren. Derzeit sind mehr als 850 Exemplare der Boeing H-47 in 21 Ländern im Einsatz. Von der aktuellen Baureihe H-47F wurden bisher gut 430 Exemplare gebaut, davon 80 in der Version ER mit einer auf 1.000 Kilometer vergrößerten Reichweite. Derzeit verlässt alle fünf Tage eine Maschine das Herstellerwerk, die U.S. Army will das Modell mindestens bis 2060 einsetzen. Sollte sich die Bundeswehr für die „Chinook“ entscheiden wäre sie das neunte Betreiberland innerhalb der NATO, betonte Michael Hostetter, Director Vertical Lift Programs Germany bei Boeing. Man sei man in der Lage, gemäß der Forderung, mit den Auslieferungen 2022 zu beginnen.

Halle 2, Stand 317, Kontakt: Beatrice Bracklo, T: +49 (0)30 172 41235525,

M: beatrice.bracklo@boeing.com

Alternative Treibstoffe für weniger Emissionen

Schmelzende Gletscher, Erderwärmung und Treibhauseffekt – Klimaschutz war noch nie so wichtig. Das Reduzieren der Emissionen von Kohlendioxid gilt weithin als Königsweg. Aber wie sieht dieser Weg aus? Gelingt er mit den derzeitigen Treibstoffen? Alternative Treibstoffe, auch synthetischer Treibstoff oder Biokerosin genannt, werden vor allem aus Kohle, Biomasse sowie Erdgas hergestellt. Im Projekt ECLIF (Emission and Climate Impact of Alternative Fuels) werden die Emissionen alternativer Treibstoffe auf verschiedene Arten analysiert: Verbrennungsanalyse in Laboren, Tests in Brennkammerprüfständen und Abgasmessungen im Flugversuch. Auf der ILA kommt ein Demonstrationsbrenner für flüssige Treibstoffe zum Einsatz. Dieser zeigt das Brennverhalten unterschiedlicher alternativer Treibstoffe für die Luftfahrt in Verbindung mit einer Bildschirmpräsentation.

Halle 4, Stand 301, Kontakt: Andreas Schütz, T: +49 (0)2203 601 2474,

M: andreas.schuetz@dlr.de

 

Halb Drohne – halb Luftschiff: Weltpremiere für H-AERO One

Hybrid-Airplane aus Baden-Baden präsentiert auf der ILA 2016 als Weltpremiere den Prototypen eines umweltfreundlichen Hybridflugzeuges. H-AERO One wirkt auf den ersten Blick wie eine fliegende Untertasse, tatsächlich handelt es sich aber um ein heliumgefülltes Miniluftschiff, das von zwei Elektromotoren angetrieben wird, die ihren Strom über Solarzellen erhalten. Das patentierte Fluggerät hat einen Durchmesser von drei Metern und mit den Tragflächen, an deren sich die Motoren befinden, eine Spannweite von fünf Metern. Bei einem Gesamtgewicht von 10 Kilogramm beträgt die maximale Nutzlast drei Kilo. Das von Csaba Singer, der an der Uni Stuttgart Luftfahrttechnik studierte, entworfene Modell kann auf Höhen von mehr als 2.000 Metern steigern und hat eine praktisch unbegrenzte Einsatzdauer. Bei einem Defekt schwebt es fallschirmartig zum Boden. H-AERO One kann über Mobilfunk gesteuert werden und ist zunächst als Überwachungsplattform konzipiert. Größere Versionen für die kurzfristige Bereitstellung von Kommunikationsnetzen in unzugänglichen Regionen oder Katastrophengebieten sowie für den Transport von Personen und Fracht sind geplant.

Halle 3, Stand 117, Kontakt: Csaba Singer, T: +49 (0) 1523 3562482,

M: csaba.singer@hybrid-airplane.com

 

Patrouille Suisse unter neuem Kommando

Die Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe – die Patrouille Suisse – ist Stammgast auf der ILA. In diesem Jahr sind die Eidgenossen der Höhepunkt des Flugprogramms am Freitag und Sonnabend. Erstmals präsentiert sich die Truppe hier mit einem neuen Teamchef. Daniel Hösli, der die Patrouille 15 Jahre lang leitete, ist in den verdienten Ruhestand getreten. Zu seinem Nachfolger als „Tiger Zero“ wurde zum Beginn dieses Jahres Oberstleutnant Nils Hämmerli ernannt. Erstmals in Berlin startet Hauptmann Michael Duft, er ist als „Tiger Tre“ seit 2015 dabei. Bei ihren Formations-Schauflügen, die unter Beachtung strengster Sicherheitsbestimmungen stattfinden, bilden die sechs Kampfflugzeuge vom Typ Northrop F-5E „Tiger II“ Figuren wie den „Melkstuhl“ und das „Matterhorn“. Bei Geschwindigkeiten zwischen 250 und 1.100 km/h halten die Piloten einen Abstand von nur drei bis fünf Metern. Sie fliegen dabei um rund zwei Meter höhenversetzt, um nicht in den Luftwirbel des Vordermanns zu geraten.

Flugprogramm, Kontakt: Jürg Nußbaum, T: +41 (0)58 4643844,

M: info.lw@vtg.admin.ch

 

Beim Copter-Race erreichen die „Drohnen“ bis zu 100 km/h

Ferngesteuerte Multicopter, oft als Drohnen bezeichnet, haben auch den Modellflugsport verändert. Auf der ILA 2016 hat der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV) einen 30 mal 20 Meter großen Parcours aufgebaut, in dem täglich Copter-Rennen demonstriert werden. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h sausen die meist selbstgebauten Rennboliden durch die Tore: Von ihren Piloten mit Hilfe von Videobrillen gesteuert, die das Bild der im Miniflieger integrierten Kamera wiedergeben und so den Eindruck vermitteln, dass sich der Steuernde an Bord befindet. Auf einer großen Leinwand können die Besucher die Rennen auch selbst aus der Pilotensicht erleben und in der benachbarten Werkstatt den Tüftlern über die Schulter blicken. Längst gibt es internationale Wettbewerbe, bei denen die Multicopter auf längeren Strecken bis zu 170 km/h erreichen, so der DMFV-Geschäftsführer. Beim World-Drone-Prix im März in Dubai erreichten die Preisgelder erstmals eine Million US-Dollar, eine Liga ist um Aufbau. Auf der ILA bekommen die Besucher in den Rennpausen langsamere Arbeitscopter des chinesischen Herstellers Yuneec demonstriert und können sich auch selbst einmal an der Fernsteuerung versuchen. Der Verband setzt sich für einen verantwortungsbewussten Betrieb der Multicopter ein, für die es künftig wohl auch in Deutschland neben der Versicherungs- auch eine Kennzeichnungspflicht sowie einen „Beipackzettel“ geben wird, in dem Käufer auf ihre Pflichten hingewiesen und über die gesetzlichen Bestimmungen informiert werden.

Freigelände, Display G, Kontakt: Frank Weigand, T: +49 (0)162 5897337,

M: f.weigand@dmfv.aero

 

Bundeswehr: Flugzeugtechnik und Berufsbilder

Den SeaKing Rotor reparieren? Ein Eurofighter-Triebwerk zerlegen? Wie funktioniert ein Schleudersitz? Spannende Fragen aus verschiedenen luftfahrttechnischen Berufen, die am Objekt erklärt werden. Das ist zum ersten Mal in einem 400m² großen Zelt der Bundeswehr auf dem Freigelände möglich. Soldaten zeigen in dieser „Ausbildungswerkstatt“ an originalen Teilen von Hubschraubern, Flächenfliegern und Kampfjets, was das Reizvolle ihres Technikerberufs ausmacht und erklären, welche Ausbildungsmöglichkeiten die Bundeswehr bietet. Zur Praxiserprobung sind PC-Arbeitsplätze mit Großbildschirmen eingerichtet, an denen die ILA-Besucher unter Anleitung die Programme selbst ausprobieren können. Vor dem Zelt steht erstmals der Kampfhubschrauber Tiger, der von allen Seiten – sogar von oben – besichtigt werden kann.

Freigelände (Bundeswehr), Kontakt: Oberstleutnant Frauke Keller, T: +49 (0)173 887 28 54

 

Schwarze Katzen am Himmel – Black Cats der Royal Navy

Eine besondere Attraktion bei den Flugvorführungen der ILA 2016 stellen die beiden schwarz und marinegrau lackierten Hubschrauber AgustaWestland Wildcat der Königlich-Britischen Marine dar. In seiner primären Rolle wird dieser Hubschraubertyp für Such- und Rettungseinsätze sowie zur U-Boot-Jagd verwendet, bietet sich aufgrund seiner Agilität aber auch für solch publikumswirksame Showflüge an, wie sie derzeit in Schönefeld gezeigt werden. Gegründet wurde das Displayteam 2001, es fliegt also bereits in seinem 15. Jahr. Die aktuelle Saison wird bestritten von Lt Cdr David Lilly (Black 1) und Lt Chris Rebbeck (Black 2).

Flugprogramm, Kontakt: Lt Cdr David Lilly, T: +44 207 218 7907, M: dave_lilly@hotmail.com

 

Rolls-Royce unterzeichnet Absichtserklärung für Industrie 4.0

Für die geplante Fertigung des Trent XWB-Triebwerks für den Airbus A350 im brandenburgischen Dahlewitz will der Hersteller Rolls-Royce Elemente von Industrie 4.0 einführen und eine Smart Factory errichten. Dafür unterzeichnete Alastair McIntosh, Geschäftsführer von Rolls-Royce Deutschland, und Martin Eves, Mitglied des Management Boards von QiO, am Freitag auf der ILA in Anwesenheit von Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber eine Absichtserklärung zur Auslotung von Möglichkeiten einer Kooperation. „Rolls-Royce ist ein Pionier bei der Einführung von Industrie 4.0 in der Luftfahrtindustrie“, sagte der Minister. „Eine Zusammenarbeit mit dem in Potsdam ansässigen IT-Spezialisten QiO belegt die Innovationskraft der Hauptstadtregion.“ McIntosh gab sich zuversichtlich, auf der ILA 2018 bereits Ergebnisse vorzeigen zu können. Das erste Trent XWB „made in Brandenburg“ soll bereits Ende 2017 ausgeliefert werden.

Halle 2, Stand 222, Kontakt: Frank Martin Hein, T: +49 (0)151 12164144,

M: frank-martin.hein@rolls-royce.com

 

MTU setzt auf die Zukunft des Getriebefans

Digitalisierung und Vernetzung beschleunigen die Innovationsgeschwindigkeit, sagte Reiner Winkler, Vorstandschef von MTU Aero Engines, auf der ILA 2016. Dabei konzentriere sich der Triebwerkshersteller darauf, die Leistung seiner Kernkompetenzen Hochdruckverdichter und Niederdruckturbine weiter zu erhöhen. Für die kommenden 20 Jahre bleibe der gemeinsam mit Pratt & Whitney entwickelte Getriebefan das vorherrschende Antriebskonzept. Die anfänglichen Softwareprobleme beim PW1100G für den Airbus A320neo sind laut Winkler gelöst, der bisher verzögerte Start der Triebwerke wird durch einen physikalischen Fix und Softwareunterstützung beschleunigt. Das Hochfahren der Produktion des neuen Triebwerksmodells in der zweiten Jahreshälfte sei „auf einem guten Weg“. Themen der Zukunft seien die Steigerung des Vortriebes und des Wirkungsgrades, die Verwendung leichterer und zugleich stabilerer, temperaturbeständigerer Materialien und die gemeinsame Auslegung von Triebwerk und Flugzeugzelle. Für das TP400M des Militärtransporters A400M gibt es demnächst eine Interims-Zwischenlösung, die eine erhebliche Vergrößerung der Flugstundenzahl erlaubt. Winkler ist ferner zuversichtlich, dass die Produktion des mit dem im Eurojet-Konsortium gefertigten EJ200 ausgestatteten Eurofighter bis über 2020 hinaus gesichert werden kann. Für das laufende Jahr erwartet MTU einen Umsatz von 4,6 bis 4,7 Milliarden Euro mit einen Gewinnmarge um zehn Prozent.

Halle 2, Stand 301 und 316, Kontakt: Melanie Wolf, T: +49 (0)89 14899113,

M: melanie.wolf@mtu.de

 

In der Raumfahrt gibt es Jobs für die Zukunft

Das gut besetzte Forum bei der Auftaktveranstaltung des CareerCenters der ILA 2016 spiegelte die Zukunft des Arbeitsmarktes in der Luftfahrt recht realistisch wider. Pilot wollte nur eine Handvoll der Zuhörerinnen und Zuhörer werden, technische Berufe in der Branche fanden deutlich mehr Interessenten. Die hochinteressante Raumfahrt-Perspektive eröffnete sich erst in der Diskussion: Zwar wird in den allermeisten Fällen der Berufswunsch Astronaut ein Traum bleiben. Konstruktion, Auswertung, Wartung und Dienstleistung im Umkreis von allem, was mit Satelliten zusammenhängt, ist aber eine boomende Zukunftsbranche, wie Professor Thomas Biermann vom Wildau Institute of Technology erläuterte. Zugleich räumte er mit der Illusion auf, es gebe in der Branche noch „sichere Berufe“. Junge Leute sollten sich gut überlegen, ob sie den Berufswunsch Pilot wirklich umsetzen wollen. „Sie gehen hochverschuldet in einen Markt, auf dem es jetzt schon ein Überangebot an Kopiloten gibt.“ Ihm widersprach Hauptmann Florian Bischoff vom Karriereberatungsbüro Potsdam der Bundeswehr. „Bei uns kriegen Sie den sicheren Job“, versicherte er. So oder so, einig waren sich alle auf dem Podium: Glücklich werde am Ende nur der, dessen Herz für die Luft- und/oder Raumfahrt schlage.

Halle 1, CareerCenter, Offenes Forum, Kontakt: Elena Ramdohr, T: +49 (0)30 30382392, M: ramdohr@messe-berlin.de

 

Antonow An-178 – Hoffnungsträger aus Kiew will Transall ersetzen

Erstmals vor öffentlichem Publikum wird auf der ILA 2016 das neue taktische Transportflugzeug AN-178 des ukrainischen Herstellers Antonow auch im Flug vorgestellt. Der Prototyp hat seit seinem Erstflug vor gut einem Jahr rund 50 Flugstunden des Erprobungsprogramms absolviert. „Das ukrainische Volk ist stolz auf dieses moderne Flugzeug, das trotz schwierigster wirtschaftlicher und politischer Bedingungen entstanden ist“, betont Olena Zheliazo, zuständig für das Marketing bei Antonow. „Es deckt eine wichtige Nische ab, die auch Wettbewerber im Osten bedienen wollen, die jedoch bislang nur Projekte auf dem Papier präsentieren konnten. Unser Flugzeug fliegt, und es beweist gerade seine große Leistungsfähigkeit!“ Nach dem Baukastenprinzip entwickelten die Ingenieure von Antonow aus dem Frachtflugzeug An72/74 in den vergangenen Jahren die Regionalflugzeuge An-148 und -158 und daraus nun den Frachter An-178. Vor einem Jahr sagte Generalkonstrukteur Dmytro Kiva, dass die An-178 mit 18 Tonnen Zuladung ein „idealer Ersatz für die Transall in Deutschland“ wäre, und tatsächlich passt das Flugzeug mit knapp 30 Metern Spannweite genau in diese Leistungsklasse.

Kontakt: Olena Zheliazo, T: +38 (0) 44 454 33 48, M: press@antonov.com

 

Vereinigung Cockpit: wachsende Gefahr durch Drohnen

Flugsicherheit liegt der deutschen Pilotengewerkschaft naturgemäß besonders am Herzen. Auf der Pressekonferenz der Vereinigung Cockpit (VC) anlässlich der ILA 2016 machten deren Vertreter auf eine stetig wachsende Gefahr für den Flugverkehr aufmerksam: Immer häufiger komme es zu gefährlichen Annäherungen zwischen Drohnen und bemannten Flugzeugen. „Die Nutzung von Drohnen darf nicht zu einer Absenkung des Sicherheitsniveaus in der Luftfahrt führen“, sagte VC-Pressesprecher Markus Wahl. „Die Kollision mit einer Drohne kann fatale Folgen für Verkehrsflugzeuge und vor allem tief fliegende Helikopter haben.“ Eindrucksvoll belegte dies eine kurze Filmsequenz vom Testbeschuss einer Hubschrauberverglasung mit einem 42 Gramm leichten Golfball bei Fluggeschwindigkeit. Ein handelsüblicher Multikopter kann dagegen mit drei Kilogramm bis zu 70mal soviel wiegen und entsprechend katastrophale Schäden verursachen. Die VC fordert daher verbindliche Regularien für unbemannte Flugsysteme wie etwa die generelle Ausweichpflicht, räumliche Betriebsbeschränkungen, einen „Beipackzettel“ mit Sicherheitsinformationen für Käufer sowie eine Versicherungs- und Markierungspflicht.

Kontakt: Anke Fleckenstein, T: +49 (0)174 169 54 60, M: fleckenstein@vcockpit.de

 

Agenzia Spaziale Italiana stellt sich erstmals auf der ILA vor

„Wir sind zum ersten Mal auf der ILA um uns bekannt zu machen“, sagt Francesco Rea, Sprecher der italienischen Weltraumagentur Agenzia Spaziale Italiana (ASI). „Es ist wichtig für uns, hier zu sein, denn Deutschland ist unser wichtigster Partner.“ Das betreffe nicht nur die internationale Raumstation ISS sondern künftig auch den Bereich der Trägerraketen. Auf der ILA stellt man insbesondere die Exomars-Mission der europäischen Weltraumagentur ESA in den Vordergrund. Unter italienischer Führung soll nach Spuren früheren oder sogar aktuellen Lebens auf dem Mars gesucht werden. Die im März gestartete Raumsonde Schiaparelli soll im Oktober auf dem Roten Planeten landen, eine zweite Mission ist für 2020 geplant.

Halle 4, Stand 203, Kontakt: Francesco Rea, T: +39 335 1358069,

M: francesco.rea@asi.it

 

IABG testet Pilatus PC-24 in Ottobrunn und Dresden

Am ILA-Messestand der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG) aus Ottobrunn wird die eindrucksvolle Computeranimation eines Testaufbaus gezeigt, bei dem das neue Geschäftsreiseflugzeug Pilatus PC-24 aus der Schweiz die zentrale Rolle spielt. „Wir freuen uns, dass Pilatus uns nach hartem Wettbewerb diesen strategisch wichtigen Auftrag anvertraut hat“, sagt Monika Peters, die Pressesprecherin von IABG. „Genauer gesagt geht es dabei gleich um zwei Versuche, denn neben dem statischen Belastungstest in unserer Zentrale in Ottobrunn führen wir mit einer weiteren Testzelle bis Ende 2018 auch den Betriebsfestigkeitsversuch in Dresden durch.“ Mit fünf Jahrzehnten hat IABG reichlich Erfahrung mit derartigen Belastungstests kompletter Flugzeuge, wie sie bei der Entwicklung und zur Zulassung von Flugzeugen erforderlich sind.

Kontakt: Monika Peters, T: +49 (0)89 60 88 20 30, M: petersm@iabg.de

 

Auf die Rakete am meisten gefreut

Eine mannshohe Mondrakete aus Pappe und glitzerndem Buntpapier hatte die vierte Klasse der Moorriemschule aus dem niedersächsischen Elsfleth zur ILA mitgebracht. Auf die Rakete habe er sich vor dem Messebesuch am meisten gefreut, sagte ein Schüler zur Erklärung. Er und seine Mitschülerinnen und -schüler haben sich unter anderem mit der selbstgebauten Mondrakete und den selbstgemachten Raumanzügen

den ersten Preis der BDLI-Nachwuchsinitiative „juri“ erkämpft. Marco Wagner, BDLI-Vorstand und Personalchef bei Airbus Deutschland, überreichte der Klasse ein Modell eines Airbus A350. Zweiter wurde die Anna-von-Freyberg-Schule in Laupheim, Dritter die Dunkelschlagschule in Oberhausen. Sie alle hatten sich beim „juri“-Wettbewerb beteiligt, bei dem Schulen Lerneinheiten beim BDLI anfordern und ihre Ergebnisse einer Jury präsentieren können. Insgesamt hatten 3.697 Schulen das Material bestellt. Am Wettbewerb beteiligten sich schließlich 51 Klassen. Ausgesucht und geehrt wurden sie von einer Jury, der unter anderem die Luft- und Raumfahrtkoodinatorin der Bundesregierung, Wirtschaftsstaatssekretärin Brigitte Zypries (SPD), und ihr CDU- Abgeordnetenkollege Klaus-Peter Willsch angehörten. Zypries versprach, die Werbetrommel für die nächste Runde des Wettbewerbs zu rühren, denn „da ist doch sicher noch mehr drin“.

Halle 1, Stand 201, Kontakt: Tim E. Brand, T: +49 (0)30 20614038, M: brand@bdli.de

 

Discovery Air zeigt erstmals die A-4N „Skyhawk“

Seit dem Beginn des vergangenen Jahres fliegt die kanadische Discovery Air im Rahmen eines Fünf-Jahres-Vertrages die Zieldarstellung für die Kampfpilotenausbildung der deutschen Luftwaffe. Zu diesem Zweck betreibt das Unternehmen sieben umgerüstete, ehemalige Jagdbomber des Typs Douglas A-4N „Skyhawk“, die auf dem Fliegerhorst Wittmund stationiert sind. Eine der Maschinen, die unter anderem ein modernes Glas-Cockpit erhalten haben, wird erstmals auf der ILA gezeigt. Die Jets werden von ehemaligen Luftwaffenpiloten geflogen, die über eine Mindesterfahrung von 4.000 Flugstunden verfügen, so Rolf Brandt, Leiter des Discovery-Betriebs in Deutschland. Das Unternehmen möchte sein Geschäft in Europa ausweiten, verschiedene Länder haben bereits Interesse an den Dienstleistungen der Kanadier bekundet, sagt Marketing-Chef Garrick Ngai. Zur Ausweitung des Angebotes ist die Beschaffung von F-16-Jagdflugzeugen geplant.

Halle 3, Stand 630, Kontakt: Garrick Ngai, T: +1 514 3480337,

M: Garrick.Ngai@discoveryair.com

 

Neue Technik im bewährten Schulflugzeug

Mehr als 3.000 Mal wurde das tschechische Schulflugzeug L-39 Albatros seit Ende der 1960-er Jahre gebaut. Es flog und fliegt für 45 Luftwaffen in aller Welt und zahlreiche private Eigentümer. Der Hersteller Aero präsentiert auf der ILA 2016 die L-39NG (New Generation), eine Variante mit neuer Technologie, die die Vorteile des alten Jets mit moderner Avionik und einem leistungsstärkeren Triebwerk kombiniert. Dazu kommen ein zuverlässigeres Schleudersitzsystem und vor allem ein neu designter Flügel mit integrierten Tanks, die die Flügelspitzentanks der L-39 ersetzen und ein größeres Volumen bieten.

Halle 3, Stand 518, Kontakt: Aero Vodochody, T: +42 0255761111, M: pr@aero.cz

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