ILA Aktuell – 2. Juni 2016

Ministerbesuch beim größten ILA-Aussteller

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen besuchte am Donnerstag mit der Bundeswehr den größten Einzelaussteller auf der ILA 2016. Stationen waren dabei zunächst verschiedene Hubschrauber- und Flugzeugmodelle, das Technikzelt und der Truck der Berufsberater auf dem Display 3. Weitere Anlaufpunkte ihres Messerundgangs waren die Stände von Industrievertretern wie Autoflug (A400M Innenausstatung), Diehl Defence (Flugkörper), ESG GmbH (Avionik) und der Airbus Gruppe. „Dies ist eine beeindruckende Visitenkarte für Deutschland“, hieß es in ihrem Abschlussstatement. „Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft sind hier vereint“, sagte von der Leyen mit Blick auf den Abschied vom Bundeswehrhubschrauber Bo 105 und seinen Nachfolger Tiger. Außergewöhnliche Ingenieurskunst sei auf der ILA 2016 ausgestellt, und besonders der deutsche Mittelstand präsentiere sich breit aufgestellt als Rückgrat der Wirtschaft. Angesichts der Hochwasserlage in Süddeutschland verkündete die Ministerin erhöhte Einsatzbereitschaft von Truppenteilen, die mit Hubschraubern, Pionieren und helfenden Händen bereitstünden.

Dobrindt: ILA ist ein einzigartiger Showroom

Als einen „einzigartigen Showroom für Innovation und Hochtechnologie“ hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die ILA 2016 bezeichnet. „Die deutsche und die europäische Industrie zeigen hier, dass sie Weltklasse sind“, sagte der CSU-Politiker am Donnerstagnachmittag bei einem Rundgang über das Ausstellungsgelände. Die Präsentationen seien in ein beeindruckendes Flugprogramm eingebettet, ergänzte er angesichts der zeitgleichen Flugvorführungen. Deshalb sei er sicher, „dass die ILA auch in diesem Jahr viele Besucher faszinieren wird“. Die Luft- und Raumfahrtindustrie sei aber nicht nur Weltspitze im Hinblick auf die Technologie, sondern auch eine Wachstumsbranche mit hochqualifiziertem Personal, sagte Dobrindt. Die Politik werde sie deshalb stets in ihrem Bemühen unterstützen, das derzeitige Niveau zu halten und zu steigern.

DLR: Lilienthal Ahnherr aller Flieger

Er flog tausende Male bis zu 250 Meter bei 50 Kilometern pro Stunde: Der deutsche Flugpionier Otto Lilienthal gilt zu Recht als erster belegter Flieger der Menschheit. Sein tödlicher Absturz geht dabei nicht auf einen Konstruktionsfehler, sondern wahrscheinlich auf einen Pilotenfehler zurück. Das ist das Ergebnis der jetzt vorgestellten Untersuchungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das einen originalgetreuen Nachbau eines Lilienthal-Gleiters wissenschaftlich getestet hat. „Lilienthals Gleiter konnte gut und sicher bei Windstille oder Gegenwind fliegen“, erklärt Prof. Andreas Dillmann, Leiter des DLR-Instituts für Aerodynamik und Strömungstechnik. Für andere Windverhältnisse wie der Thermik an seinem Absturztag reichte die Manövrierfähigkeit aber einfach nicht aus. Lilienthal hätte am Unglückstag nicht fliegen dürfen. Die Leistungen Lilienthals wurden praktisch von allen nachfolgenden Pionieren der Luftfahrt anerkannt und aufgegriffen.

Zehn Stunden ILA am „Long Friday“

Am ersten Publikumstag der diesjährigen ILA Berlin Air Show lädt die Hochtechnologiemesse erstmals zum „Long Friday“ auf das Berlin ExpoCenter Airport ein. Am 3. Juni gibt es zehn Stunden lang das volle ILA-Programm von 10 bis 20 Uhr, mit vielen Extra-Angeboten für die interessierten Besucher. Der Einsatzpavillon der Bundeswehr (Halle 3), der Space Pavilion (Halle 4) und das ILA CareerCenter (Halle 1) sowie die Freigeländeflächen mit den ausgestellten Fluggeräten sind für die Besucher bis 20 Uhr zugänglich. Nur an diesem Tag zeigt der „Long Friday“ ein Flugprogramm bis 20 Uhr. In den späten Nachmittagsstunden sind unter anderem Vorführungen geplant von Jets wie einer MiG-29 der polnischen Luftwaffe, der Patrouille Suisse und außerdem spektakulärer Kunstflug in Sportmaschinen, Flugvorführungen mit historischen Messerschmitt-Maschinen sowie Leistungsdemonstrationen der Bundeswehr. Weitere Highlights sind unter anderem der Astronauts‘ Day im Space Pavilion, Copter Races und der Venturer Simulator VS 14, in dem die Besucher ein realitätsnahes Piloten-Feeling erleben können. Und wer an diesem Freitag das „Airlebnis“ ILA noch nach der Arbeit oder Schule, mit der Familie oder mit Freunden bis in die Abendstunden auskosten möchte: Ab 15 Uhr gibt es die „Long Friday“-Eintrittskarte für  Privatbesucher für 11 Euro (statt 22 Euro für die Tageskarte).

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