Hissen der Regenbogenflagge

Gemeinsam mit Jirka Witschak von Katte e.V. hat die Beigeordnete für
Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung, Elona Müller-Preinesberger,
heute vor dem Potsdamer Rathaus die Regenbogenflagge als Zeichen der
Solidarität mit der Emanzipationsbewegung von Lesben, Schwulen,
Bisexuellen und Transgendern gehisst. Die Grußworte hielten die beiden
Mitglieder des Brandenburgischen Landtags, Kristy Augustin und Volkmar
Schöneburg. Zuvor veranstalteten die Initiatoren des Christopher Street
Days eine Putzaktion der Potsdamer Stolpersteine.

Elona Müller-Preinesberger in ihrer Begrüßung: Zu einer offenen und
toleranten Landeshauptstadt gehören unterschiedliche Lebensentwürfe in
all ihrer Vielfalt. So feiern und demonstrieren jedes Jahr homosexuelle
Mitbürgerinnen und Mitbürger beim Christopher Street Day für ihre Rechte
und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.
Das diesjährige Motte des
Christopher Street Day ist Alle Menschen werden Brüder und greift
das Zitat aus Friedrich Schillers Ode an die Freude auf, erweitert
durch die Worte … und Schwestern!

Anschließend eröffnete die Beigeordnete im Rathaus die beiden
Ausstellungen Du kannst alles sein! und Coming out in Dallow,
die vom Verein Katte e.V. präsentiert werden. Die Aktion bildete den
Auftakt zur diesjährigen Christopher-Street-Day-Woche in Potsdam.

In der Ausstellung Du kannst alles sein! portraitiert der 1983 in
Jena geborene Potsdamer Designstudent Christoph Köhler in seinen Fotos
verschiedenste Charaktere der Gesellschaft.
Drei Fragen finden sich auf den Fotos: zum Beruf, zu den
Freizeitinteressen und schwul?. Mit diesen drei einfachen Fragen
will er dem Betrachter zeigen, dass allein der kleine Zusatz schwul
die Wahrnehmung verändert. Die eigentliche Person mit ihren ganz
persönlichen Eigenschaften gerät dabei vorerst aus dem Blickfeld. Der
Betrachter muss sich überlegen, ob hinter den Fragen wirklich die
jeweilige Person steckt. Die Antwort muss er sich selbst geben.

In Coming out in Dallow zeigt Marik Röder, der derzeit eine
Ausbildung zum Mediengestalter Bild/Ton im Filmpark Babelsberg
absolviert, im Manga-Comic-Stil die Geschichte eines offen schwulen
Teenagers zum Frauenschwarm seiner Schule. Dieser ist selber heimlich
schwul, kann aber aufgrund seines rechtsradikalen Freundeskreises nicht
zu seinen Gefühlen stehen. Wie die Geschichte endet, sollte der
Ausstellungsbesucher selbst herausfinden.

Marik Röder konnte diese Ausstellung u.a. auch schon im Potsdamer
Landtag zeigen und vor fünf Jahren gestaltete er im Rahmen des
brandenburgweiten Grafitti-Wettbewerbs 208 Meter Toleranz den
Bauzaun des neuen brandenburgischen Landtages mit einer schwulen
Coming-Out-Geschichte

Die beiden Ausstellungen sind im Flur des Oberbürgermeisters im Rathaus
bis zum 30. Mai 2016 zu sehen.

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