Gefährliche Klinikkeime – Langsamer Netzausbau gefährdet Standort Deutschland in „Plusminus“, 15.11.2017, Das Erste

Stuttgart (ots) – Clemens Bratzler (Südwestrundfunk) moderiert folgende Themen:

Mikroplastik – die gefährlichen Folgen der unsichtbaren Kunststoffe Verbraucherschützer warnen schon lange vor Mikroplastik in Kosmetikprodukten, denn über den Abfluss gelangen sie in Flüsse und Meere, reichern sich dort in Meeresfrüchten oder Speisefischen an. Dem Druck beugten sich schließlich auch Industrie und Politik, vereinbarten 2015 einen freiwilligen Verzicht auf die winzigen Plastikpartikel in Cremes, Haarspray oder Puder. „Plusminus“ hakt nach und stellt fest: Trotz der Vereinbarung verzichtet kaum ein Kosmetikersteller auf die Stoffe. Die Politik nimmt das billigend in Kauf.

Gefährliche Klinikkeime – wenn mangelnde Hygiene krank macht Hunderttausende Menschen infizieren sich jährlich im Krankenhaus mit gefährlichen Keimen, manchmal mit tödlichen Folgen. Dabei wäre fast ein Drittel dieser Infektionen vermeidbar, meinen Experten. „Plusminus“ zeigt erschreckende Beispiele, wie in manchen Kliniken die Gesundheit von Patientinnen und Patienten aufs Spiel gesetzt wird, Hygienevorschriften missachtet werden und die Kontrollbehörden wegschauen.

Lahme Leitung – langsamer Netzausbau gefährdet den Standort Deutschland Das schnellste Netz der Welt hatte die Regierung vor vier Jahren versprochen. Doch getan hat sich wenig. Das deutsche Netz gehört zu den langsamsten weltweit. „Plusminus“ geht auf eine Reise quer durch Deutschland und trifft zahlreiche frustrierte Verbraucher und Unternehmer, die das langsame Internet sogar zum Umzug zwingt. Inzwischen schlägt die Wirtschaft Alarm. Denn der schleppende Netzausbau gefährdet den Standort Deutschland, das digitale Netz hinkt der digitalen Industrie längst hinterher. Auch deshalb, weil die Politik notwendige Maßnahmen versäumt hat.

Arbeit ohne Lohn – wie ausländische Arbeiter ausgebeutet werden Sie werden in Polen, Rumänien oder Slowenien mit dem Versprechen auf Arbeit für gutes Geld angeworben. Doch dann werden die Arbeiter ausgenutzt, um ihren Lohn geprellt und Gesetze trickreich umgangen. „Plusminus“ geht den Spuren von Anwerberfirmen in Slowenien nach und zeigt, wie Unternehmenskonstruktionen das geltende Recht aushebeln. Auch die aktuelle Verschärfung der Entsenderegeln wird daran kaum etwas ändern. Denn Anwerber finden immer neue Wege, diese zu umgehen. In Slowenien hat das europäische Entsenderecht für einen wahren Wirtschaftsboom gesorgt.

Nach der Ausstrahlung sind die Sendung und ihre Beiträge unter www.plusminus.de und www.ARDmediathek.de zu sehen.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: