Costa Rica: Reise- und Sicherheitshinweise

Kriminalität
Die Gefährdung durch Kriminalität in Costa Rica ist hoch, es muss mit einer höheren Gewaltbereitschaft gerechnet werden. Dies gilt vor allem nach Einbruch der Dunkelheit. Morde als Folge von Konflikten zwischen Drogenhändlern nehmen ständig zu, Schusswechsel werden nun auch tagsüber in der Öffentlichkeit ausgetragen, ohne Rücksicht auf Unbeteiligte.
Besondere Vorsicht wird in San José (dort insbesondere in der Umgebung der Busbahnhöfe), zwischen Jacó und Quepos, sowie Uvita und an den Stränden in der Provinz Guanancaste am Pazifik empfohlen. Autoaufbrüche erfolgen vermehrt an den Stränden Playa Hermosa und in Drake Bay.
An der Karibikküste weist die Gegend der Hafenstädte Moin und Limón eine besonders hohe Gewaltkriminalität auf. In den beliebten Touristenzentren Cahuita und Puerto Viejo südlich von Limón sind besonders ausländische Staatsangehörige häufiger Ziel von bewaffneten Raubüberfällen.

Wertsachen sollten nur im unbedingt erforderlichen Umfang mitgeführt und auf Schmuck ganz verzichtet werden, ebenso auf sichtbar getragene Gürteltaschen. Gepäck sollte man nie – auch nicht in abgeschlossenen Fahrzeugen – unbeaufsichtigt lassen. Autodiebstähle und –aufbrüche sind an der Tagesordnung. Sogenannte Parkwächter an Stränden entpuppen sich häufig als Komplizen der Diebe. Dennoch sollte nur auf bewachten Parkplätzen geparkt werden. Selbst im Kfz gelassene, nicht sichtbare elektronische Geräte werden von den Dieben mittels eines Scanners entdeckt und entwendet. Trickdiebe versuchen auch Reifenschäden vorzutäuschen, um einen Diebstahl zu begehen, auch an Ampeln oder in dichtem Verkehr werden Autoscheiben eingeschlagen, um Gepäck oder Wertsachen zu entwenden.
Transportunternehmen zahlen in aller Regel keinen Schadenersatz für abhanden gekommenes/gestohlenes Reisegepäck. Gepäck sollte daher nach Möglichkeit im Personenteil eines Busses transportiert und nicht aus den Augen gelassen werden. Besonders verbreitet ist der Diebstahl der in der Gepäckablage verstauten Tagesrucksäcke, durch Ablenkungsmanöver (z.B. das Herunterfallenlassen von Objekten/Kreditkarten). Pässe, Kreditkarten und andere wichtigen Dokumente sollten unbedingt am Körper getragen werden und Taschen bei Busfahrten im Fußraum verstaut werden. Besondere Risiken bestehen bei Nachtfahrten und Unternehmungen in der Dunkelheit.

Es wird dringend davon abgeraten, sich bei bewaffneten Überfällen zur Wehr zu setzen, da sich viele Täter dann nicht scheuen, von der Waffe Gebrauch zu machen.

In den großen Touristenzentren (Jacó, Tamarindo und San José) sind Beamte der Touristenpolizei im Einsatz, die über die kostenlose Notrufnummer 911 (meistens auch englischsprachig) erreichbar ist. Auch das costaricanische Tourismusinstitut (ICT) bietet Touristen über die kostenlose Rufnummer 800-8868-7476 oder 800-8887-4766 Unterstützung an.

Naturkatastrophen
In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA  ist von Mai bis November Hurrikan-Saison.
Reisende nach Costa Rica müssen in dieser Zeit mit Tropenstürmen und intensiven Regenfällen rechnen und werden gebeten, die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.

Starke Regenfälle können gefährliche Flutwellen in Flüssen und Bächen sowohl in den Bergen als auch an der Küste auslösen. Es ist daher, insbesondere während der Regenzeit von ca. Mai bis November, besondere Vorsicht beim Baden an Wasserfällen und in Flüssen (auch wegen Krokodilen), Wanderungen in Flusstälern und Aktivitäten wie Rafting geboten. Im Zweifel sollte davon abgesehen werden.

Es besteht die Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Von den 16 Vulkanen in Costa Rica sind derzeit die Vulkane Turrialba, Rincón de la Vieja, Poás und Irazú aktiv. Bei Ausbruch kann dies zur Schließung des internationalen Flughafens Juan Santamaria in San José/Alajuela führen. Die costaricanische Katastrophenschutz-Kommission (Comisión Nacional de Emergencias, CNE)  informiert über eventuelle Katastrophengebiete.
Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Deutschen Geoforschungszentrums Potsdam.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgelisteeinzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Reisende, die mit Pauschalangeboten reisen, werden in der Regel über die Reiseveranstalter mit Informationen versorgt.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

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