Bundesumweltministerium sorgt für saubere Luft im Hamburger Hafen

Die Hamburg Port Authority AöR hat ein Gesamtkonzept zur alternativen
Energieversorgung von Kreuzfahrtschiffen im Hamburger Hafen umgesetzt. An
der heutigen Eröffnung der Landstromanlage für das Kreuzfahrtterminal
Altona nimmt Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks teil, die das
Pilotprojekt mit 3,7 Mio. EUR aus dem Umweltinnovationsprogramm gefördert
hat.

Ziel des Vorhabens war eine Reduzierung der Luftschadstoffemissionen
während der Liegezeiten der Kreuzfahrtschiffe im Hafen. Über die
stationäre Landstromanlage können Kreuzfahrtschiffe nun Strom direkt vom
Land beziehen und müssen keine Eigenenergie erzeugen. Hendricks: „Ich
freue mich sehr, dass sich die Hamburg Port Authority entschieden hat,
dieses innovative Energiekonzept umzusetzen. Dadurch verbessert sich die
lokale Luftqualität und bei der Energieversorgung der Schiffe entstehen
deutlich weniger Klimagase. Genau deshalb haben wir dieses Pilotprojekt
mit Mitteln aus dem Umweltinnovationsprogramm finanziell unterstützt.“

Neben der stationären Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal Altona umfasst
das Energiekonzept für den Hamburger Hafen auch die landseitige
Infrastruktur für die Versorgung am Kreuzfahrtterminal HafenCity und zwar
mittels Flüssigerdgas-Bargen, da die Installation einer Landstromanlage
aus Platzgründen nicht möglich ist. Insgesamt können mit beiden Anlagen
deutliche Emissionsminderungen erreicht werden. Die Emissionen reduzieren
sich um bis zu 74 Prozent bei Stickstoffdioxiden, um bis zu 60 Prozent bei
Schwefeldioxiden und um bis zu 50 Prozent bei Feinstaub. Darüber hinaus
werden jährlich bis zu 5.178 Tonnen CO2-Emissionen vermieden.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische
Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss
über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter
haben.

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