Brandenburgs Reisebranche erholt sich

IHK-Umfrage: Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen bereiten Sorgen, doch die Branche blickt recht positiv in die neue Saison

Cottbus/Frankfurt (Oder)/Potsdam, 15. November 2017 – Der Reisebranche im Land Brandenburg geht es besser als noch vor einem Jahr: Rund 90 Prozent der Reisebüros beurteilen ihre Geschäftslage als gut bis befriedigend. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage, die die Industrie- und Handelskammern des Landes Brandenburg jetzt durchgeführt haben.

Danach verzeichnen weit mehr als ein Drittel aller Befragten in der vergangenen Saison Umsatzsteigerungen. Das Plus bezieht sich vor allem auf die Erlöse durch Urlaubsreisende, was 34,2 Prozent der befragten Unternehmen feststellten. Bei den Geschäftsreisenden ist ein Umsatzzuwachs von 11,8 Prozent zu verzeichnen.

Vor allem die Buchungszahlen für den Inlandsmarkt, d. h. bei Reisen innerhalb Deutschlands, sind bei rund 40 Prozent der Befragten gestiegen und bestätigen den Trend der Deutschen zum Verreisen im eigenen Land. Die Buchungszahlen für Reisen ins Ausland stiegen bei fast einem Drittel der Unternehmen (27,7 Prozent), während sie bei rund der Hälfte der Unternehmen stabil geblieben sind (49,4 Prozent).

Als größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Unternehmens nennen rund die Hälfte der Befragten die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. In diesem Zusammenhang steht die Novellierung des Reiserechts, deren Grundlage die überarbeitete EU-Pauschalreiserichtlinie bildet, und die das deutsche Reiserecht neu fasst. Neu sind vor allem Regelungen zur Reisevermittlung sowie zur Vermittlung „verbundener Reiseleistungen“. Weiterhin werden die reiserechtlichen Informationspflichten erweitert, die nun auch stärker den reinen Vermittler treffen. Es gibt nun eine Vielzahl von Formblättern, die bei der Buchung einer Pauschalreise oder bei der Vermittlung von verbundenen Reiseleistungen an den Kunden übergeben werden müssen. Diese Änderungen treffen nicht nur Anbieter von Pauschalreisen oder Reisemittler, sondern ab jetzt alle Vermittler von verbundenen Reiseleistungen. Das sind auch Hotels oder Touristinformationen, die mehrere Leistungen vermitteln (z. B. Übernachtung plus Stadtführung, Eintrittskarten, …).

Neben der Umsetzung dieser Richtlinie bereiten dem Reisegewerbe in Brandenburg auch der Fachkräftemangel Kopfzerbrechen (50,6 Prozent), die gestiegenen Arbeitskosten (33,7 Prozent) sowie der Auslandsabsatz (31,8 Prozent).

Dennoch blickt die Branche positiv in die kommende Saison: 20,1 Prozent aller Befragten erwartet eine bessere und 58,4 Prozent erwarten eine stabile Geschäftslage. Mit 83,1 Prozent der befragten Unternehmer rechnet die Reisebranche mit einer konstanten Mitarbeiteranzahl.

Weiterführende Informationen zur Novellierung des Reiserechts werden über Informationsveranstaltungen der brandenburgischen Industrie- und Handelskammern in der folgenden Woche angeboten:

Potsdam

21. November 2017, 17:00 – 20:30 Uhr

IHK Potsdam, Breite Straße 2 a – c, 14467 Potsdam

Anmeldung unter: www.ihk-potsdam.de/reiserecht

Simone Schuler, Referentin Tourismus

Fachbereich Existenzgründung & Unternehmensförderung

Telefon: 0331 2786-284; E-Mail: simone.kube@ihk-potsdam.de

Erkner

IHK Ostbrandenburg:

22. November 2017, 10.00 – 16.00 Uhr

Hotel & Restaurant Kranichsberg, An der Schleuse 3-4, 15569 Woltersdorf

Anmeldung unter: http://ihk-obb.de/reiserecht

Manuela Neumann, Referentin Tourismus

Fachbereich Unternehmensförderung

Telefon: 03362 88879-12, E-Mail: neumann@ihk-ostbrandenburg.de

Cottbus

23. November 2017, 9:30 – 14:00 Uhr

IHK Cottbus, 03046 Cottbus, Goethestraße 1, Goethesaal

Anmeldung unter link: www.cottbus.ihk.de/veranstaltungen (Dokumenten-Nr. 134103466)

Manuela Lehner, Geschäftsbereich Unternehmensförderung und -nachfolge/Existenzgründung

Tel.: 0355 365-1404; E-Mail: Manuela.Lehner@cottbus.ihk.de

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