Bieterwettbewerb zum Grundstück neben der zukünftigen Synagoge an Schloßstraße und Friedrich-Ebert-Straße abgeschlossen

Auswahlkommission hat entschieden

Mittels eines offenen, zweistufigen Bieterwettbewerbs wurde durch die Landeshauptstadt Potsdam und den Sanierungsträger Potsdam ein Bauherr für das städtische Grundstück Friedrich-Ebert-Straße 123 / Schloßstraße ausgewählt. Das Nutzungskonzept sieht eine Mischung aus Gewerbe und Wohnen vor. Die Auswahlkommission hat in ihrer gestrigen Sitzung dem Sanierungsträger empfohlen, mit der Bieterin Bürgerstadt AG, Berlin, die mit einem Architekturkonzept von Dietz Joppien Frankfurt/Main plant, Vertragsverhandlungen aufzunehmen.

„Dieses Mal war eine wirklich schwierige Auswahl zu treffen“, sagt Horst Müller-Zinsius, Geschäftsführer der Sanierungsträger Potsdam GmbH. „Unter den abgegebenen Angeboten fanden sich sehr interessante Entwürfe. Alle Angebote berücksichtigen die von der Ausloberin gewünschte Nutzungsstruktur und können einen Beitrag zu einer lebendigen Potsdamer Mitte leisten.“ Insgesamt neun indikative Angebote waren im Januar dieses Jahres in der ersten Stufe des Bieterverfahrens eingegangen. Nach der ersten Sitzung der 14-köpfigen Auswahlkommission – besetzt mit Vertretern der Stadtverordnetenversammlung, Mitgliedern des Gestaltungsrates der Landeshauptstadt Potsdam, Herrn Prof. Kohlbrenner sowie Vertretern der Stadtverwaltung und der Ausloberin – wurden vier Angebote für die zweite Stufe ausgewählt. Bewertungskriterien waren die Qualität des Bau- und Nutzungskonzeptes, die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells und die Höhe des Kaufpreisangebotes. Mit den vier Bietern wurden deren Konzepte diskutiert und im Anschluss gaben sie ihre endgültigen Angebote ab.

„Wir sind mit dem Bieterwettbewerb sehr zufrieden. Die Bürgerstadt AG, Berlin hat die Auswahlkommission mit ihrem Bau- und Nutzungskonzept überzeugt. Das dazugehörige Architekturkonzept hat Dietz Joppien Frankfurt/Main erstellt. Besonders zu erwähnen ist hier, dass sich die Fassade zur Schloßstraße am historischen Bild orientiert, während für die Bebauung der Friedrich-Ebert-Straße eine zeitgenössische Architektur gewählt wurde. Dadurch werden die historischen Parzellen optisch ablesbar sein und es wird wieder eine kleinteilige Struktur entstehen“, erklärt Andreas Goetzmann, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Stadterneuerung der Landeshauptstadt Potsdam. In den kommenden Wochen wird der Sanierungsträger nun mit der Bürgerstadt AG, Berlin Gespräche über den Kaufvertrag führen. Wenn die Verhandlungen beendet sind und die Stadtverordneten den Verkauf genehmigt haben, kann der Kaufvertrag abgeschlossen werden.

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