Autokindersitze: Zwei fallen durch

Bei einem Test von 26 Autokindersitzen meistern erstaunlich viele die Crashtests gut oder gar mit Bravour. Zwei fallen allerdings durch, weil sie kleinen Passagieren nicht genug Schutz bieten. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationaler Gemeinschaftstest unter Federführung der Stiftung Warentest gemeinsam mit dem ADAC. Geprüft wurden 26 Autositze für Kinder von der Geburt bis 36 Kilogramm sowie für Kinder von 40 bis 105 Zentimeter Größe. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test und auf www.test.de/autokindersitze.

17 von 26 neu untersuchten Autokindersitzen sind „gut“. Erstmals seit Einführung eines neuen Prüfprogramms im vergangenen Jahr vergaben die Tester auch das Qualitätsurteil „Sehr gut“ – für eine Babyschale für Kinder bis 83 cm Körpergröße zum Preis von 450 Euro. Zieht man die empfehlenswerten Sitze aus vorigen Tests hinzu, die noch im Handel anzutreffen sind, ist die Auswahl üppig: Insgesamt 42 „gute“ und ein „sehr gutes“ stehen zur Verfügung. Alle Ergebnisse finden sich in dem Produktfinder Autokindersitze auf www.test.de/autokindersitze.

Zwei Sitze aus dem aktuellen Test sind „mangelhaft“, weil sie Kinder nur unzureichend schützen. Bei dem Modell eines amerikanischen Anbieters für Kinder von 9 bis maximal 36 kg setzen sich die Kleinen in einen Sitz, der wie Batman aussieht – und quasi auf dessen Schoß. Doch der Sitz bietet keinen Schutz beim Seitenaufprall, weil der Anbieter die Demontage der schützenden Rückenlehne für größere Kinder vorschreibt. Davon abgesehen ist die Lehne für Kinder unter sechs Jahren viel zu klein. Das zweite „mangelhafte“ Modell ist für Kinder von der Geburt bis maximal 25 kg und fiel gleich in zwei Disziplinen durch: Unfallsicherheit und Schadstoffprüfung.

Der ausführliche Test erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 27.05.2016 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/autokindersitze abrufbar.

 

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