800-jähriges Stadtjubiläum von Oranienburg – die Kurfürstin reist mit der S-Bahn an

Feierliche Zugtaufe am 28. Mai im Vorfeld der Festwochen

Oranienburg wird in diesem Jahr 800 Jahre alt. Als nördliche Endstation der Linie S1 ist der Name der Stadt auch vielen Berlinern vertraut. Die einstige Namensgeberin, Kurfürstin Louise-Henriette von Oranien, reist eigens zu den bevorstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten an. Zeitgemäß mit der S-Bahn, statt in der Kutsche! Gemeinsam mit Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und S-Bahn-Chef Peter Buchner gibt sie sich die Ehre, einen der rot-gelben Züge auf den Namen der Kreisstadt im Landkreis Oberhavel zu taufen.

„Die Oranienburger und alle Gäste der Stadt sind am Sonnabend, 28. Mai, um 9.45 Uhr, herzlich eingeladen, den feierlichen Moment der Zugtaufe live mitzuerleben“, sagt Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin: „Entlang der sogenannten S-Bahn-Gemeinden gibt es eine jahrzehntelange enge Verbundenheit vieler Menschen mit „ihrer“ S-Bahn. Dafür sagen wir Danke!“

Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und sein Team haben sich eine Menge einfallen lassen, um die Veranstaltung zu einem echten Ereignis für die Besucher zu machen. Nach der Taufe mit Oranienburger Schlosssekt folgt der Anschnitt einer großen S-Bahn-Torte, deren Stücke an die Gäste verteilt werden. Für die musikalische Umrahmung sorgt das Jazz-Trio. Zur Erinnerung können Besucher grüne T-Shirts mit dem Namenszug der Stadt erwerben. Der Kaufpreis von 10 Euro geht in voller Höhe an die Berliner Parkeisenbahn, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert.

Um 10.31 Uhr hebt Bürgermeister Laesicke die grüne Kelle zur Jungfernfahrt des Taufzuges Richtung Wannsee: „Als täglich über das imposante hauptstädtische Schienennetz rollender Botschafter unserer Stadt, wird „unsere S-Bahn“ dafür sorgen, Oranienburg im Bewusstsein der Berliner und der Gäste aus aller Welt noch stärker zu verankern.“

Die Vorortbahn nach Oranienburg wurde im Oktober 1925 als zweite Strecke, nach der Verbindung Richtung Bernau im August 1924, auf den elektrischen S-Bahn-Betrieb umgestellt. Nach dem Mauerbau konnten die rot-gelben Züge auf einer Umleitung über den Berliner Außenring weiterhin Berlin erreichen. Die Direktverbindung über Frohnau ging vor 24 Jahren –am 31. Mai 1992- wieder in Betrieb.

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