„4 Könige“ und 5 ZDF-Koproduktionen insgesamt gewinnen LOLA

Deutscher Filmpreis in Berlin verliehen

Als „Bester Spielfilm“ hat „4 Könige“, eine Kino-Koproduktion des kleinen Fernsehspiels im ZDF, am Freitagabend, 27. Mai 2016, in Berlin die LOLA in Bronze gewonnen. Die Produzenten sind Benjamin Seikel und Florian Schmidt-Prange.

Laura Tonke wurde in der Kategorie „Beste weibliche Hauptrolle“ für ihr Spiel in „Hedi Schneider steckt fest“, einer weiteren Kino-Koproduktion des kleinen Fernsehspiels im ZDF, ausgezeichnet.

Claudia Tronnier, Redaktionsleiterin von Das kleine Fernsehspiel im ZDF: „Wir gratulieren unseren Protagonisten vor und hinter der Kamera ganz herzlich zu diesen wichtigen Auszeichnungen und freuen uns sehr über diese Bestätigung für unsere Nachwuchsarbeit mit neuen Talenten des deutschen Kinofilms.“

In ihrem Debütfilm „4 Könige“ erzählt Theresa von Eltz nach dem Buch von Esther Bernstorff die einfühlsame Geschichte von vier Heranwachsenden, die aufgrund familiärer Konflikte den Heiligabend in der Psychiatrie verbringen müssen. „4 Könige“ ist eine Produktion von C-Films Deutschland GmbH, Tatami Films, in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit ARTE mit Unterstützung von FFHSH, Nordmedia, FFA, DFFF. Die Redaktion haben Lucia Haslauer (ZDF, Das kleine Fernsehspiel) und Olaf Grunert (ZDF/ARTE).

„Hedi Schneider steckt fest“ von Sonja Heiss erzählt die tragikomische Familien- und Liebesgeschichte von Hedi (Laura Tonke), deren Familien-Welt aus den Fugen gerät, als sich bei ihr Angststörungen und Panikattacken einstellen. Der Film ist eine Produktion von Komplizen Film Produktion in Koproduktion mit Mer Films, FilmCamp, ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit ARTE. Er wurde gefördert von Hesseninvest, DFFF, MBB, BKM, Filmcamp, Hessische HR-Filmförderung, FFA und MEDIA. Die Redaktion haben Christian Cloos (ZDF/Das kleine Fernsehspiel), Doris Hepp (ZDF/ARTE) und Georg Steinert (ARTE).

„Above And Below“, eine ZDF/3sat-Produktion von Nicolas Steiner (Drehbuch und Regie), wurde als „Bester Dokumentarfilm“ und für die „Beste Kamera“ ausgezeichnet. Die Kamera führte Markus Nestroy. Die Produzenten sind Helge Albers, Cornelia Seitler und Brigitte Hofer. „Above And Below“ ist eine Produktion von maximage, Flying Moon und ZDF/3sat. Die Redaktion hat Daniel Schössler (ZDF/3sat). Der Film skizziert die USA als westliche Industrienation am Abgrund. Er begleitet Menschen, die ihren Lebensraum über, auf und unter der Erde haben, folgt jenen, die der Erde endgültig den Rücken kehren, am Ende der Welt vegetieren wollen, ihren Ort in der Gesellschaft verloren  haben und buchstäblich unter ihr existieren.

„Everything Will Be Fine“, ein Film von Wim Wenders, gewann in der Kategorie „Beste Musik“. Der Ausgezeichnete ist Alexandre Desplat. Der Film erzählt auf vorsichtige und genaue Weise von Schuld und der Suche nach Vergebung und davon, dass es nicht die Zeit ist, die Wunden heilt, sondern nur der Mut, sich zu stellen und zu verzeihen. Vor allem sich selber. Wim Wenders‘ Film entstand nach einem Originaldrehbuch des Norwegers Bjørn-Olaf Johannessen in 3D. Er erkundet die Entwicklung dreidimensionaler Ausdrucksmöglichkeiten erstmals in einem intimen Drama. „Everything Will Be Fine“ ist eine Kinokoproduktion von Neue Road Movies (Berlin) in Koproduktion mit Montauk Productions (Kanada), Göta Film (Schweden), MER Film (Norwegen) und ZDF/Arte, gefördert von Medienboard Berlin-Brandenburg, Eurimages, FFA, DFFF und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die Redaktion haben Gabriele Heuser (ZDF), Olaf Grunert (ZDF/ARTE) und Andreas Schreitmüller (ARTE).

Der Schauspieler Louis Hofmann wurde, wie bereits bekannt, mit dem „Jaeger-LeCoultre Hommage an den Deutschen Film“-Sonderpreis ausgezeichnet. Der Preis ehrt die herausragende darstellerische Leistung deutscher Schauspieler in einem internationalen Kinofilm. Hofmann erhält die Auszeichnung für die Rolle des jungen Soldaten Sebastian Schumann in der deutsch-dänischen ZDF-Koproduktion „Unter dem Sand“. Der Film erzählt die Geschichte von deutschen Jugendlichen aus dem „Volkssturm“ in dänischer Kriegsgefangenschaft, die zum Räumen von Landminen an der dänischen Westküste eingesetzt wurden. „Unter dem Sand“ wurde produziert von Amusement Park Films und Nordisk Film Production, in Zusammenarbeit mit Danmarks Radio (DR), dem Danish Film Institute, Koch Media und in Koproduktion mit dem ZDF. Die Redaktion im ZDF hat Daniel Blum. Gefördert wurde diese Koproduktion durch die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) sowie der Deutsche Filmförderfonds (DFFF).

Der Deutsche Filmpreis, LOLA, ist eine der renommiertesten Preise und die höchst dotierte Auszeichnung für den deutschen Film. Die LOLA wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Grütters, vergeben, nachdem die rund 1700 Mitglieder der Deutschen Filmakademie, die aus allen künstlerischen Sparten der Filmbranche stammen, über die Gewinner abgestimmt haben.

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